Notfallknopf mit 24/7-Leitstellenaufschaltung

Ein Notfallknopf löst eine vorher definierte Alarm- oder Benachrichtigungskette aus. Das System ersetzt keine medizinische Versorgung, keine persönliche Aufsicht und keine individuelle Gefährdungsbeurteilung.

Was ein Notfallknopf leistet

Der HelpMeButton ist ein fest installierter Notfallknopf. Ein Tastendruck alarmiert die rund um die Uhr besetzte Stadtritter Leitstelle, danach startet die vorher vereinbarte Maßnahmenkette. Nötig sind kein Telefonat, kein Entsperren eines Mobiltelefons und keine Erklärung der Lage. In einer Bedrohungs- oder Notfallsituation bleibt genau eine Handlung: den Knopf drücken.

Ein Notfallknopf ist damit etwas anderes als eine Einbruchmeldeanlage, die auf ein technisches Ereignis reagiert. Er ist ein bewusst betätigter Auslöser für Situationen, in denen Menschen in Gefahr sind und ein geordneter Ablauf gebraucht wird.

Ablauf nach dem Knopfdruck

  1. Der Knopf wird gedrückt. Ist im Maßnahmenplan ein stiller Alarm festgelegt, erfolgt die Auslösung ohne akustisches oder sichtbares Signal am Gerät.
  2. Die Leitstelle empfängt den Alarm und ordnet ihn dem hinterlegten Objektprofil zu.
  3. Die im Maßnahmenplan festgelegten Stellen werden in der vereinbarten Reihenfolge informiert, etwa Polizei, Wachschutz oder interne Ansprechpartner.
  4. Der Vorgang wird nach dem hinterlegten Plan abgearbeitet und dokumentiert.

Die Reaktion erfolgt nach dem hinterlegten Maßnahmenplan. Externe Stellen handeln eigenverantwortlich. Rettungs-, Heil- oder Eintreffzeitgarantien werden nicht zugesagt.

Maßnahmegespräch vor der Aktivierung

Vor dem Versand findet ein Maßnahmegespräch statt. Darin wird festgelegt, wer alarmiert wird, in welcher Reihenfolge das geschieht, welche Eskalationsstufen gelten und ob der Alarm still oder offen ausgelöst wird. Erst nach dieser Abstimmung wird der Button versendet und aktiviert. Der Ablauf ist dokumentiert und für die Leitstelle verbindlich.

Montage und Handhabung

Der Notfallknopf wird fest installiert, zum Beispiel unter dem Kassentresen, an der Innenseite eines Kassenmöbels oder an einer definierten Position am Empfang. Das Gerät ist fertig konfiguriert und wird angeklebt; Bohren oder ein Technikereinsatz sind dafür nicht erforderlich. Die Position sollte so gewählt sein, dass der Knopf unauffällig erreichbar bleibt.

Kosten und Laufzeit

Das Standardpaket kostet 99 Euro einmalig für den HelpMeButton und 9,98 Euro monatlich bei 24 Monaten Laufzeit, jeweils mit 24/7-Leitstellenaufschaltung und Maßnahmegespräch vor Versand. Ab zwei Buttons liegt die monatliche Gebühr bei 19,90 Euro, sofern die Installation an derselben Adresse oder im selben Aufgang erfolgt; die einmaligen 99 Euro fallen je Button an. Komplexere Anforderungen laufen über die Beratung.

Variante ohne Leitstellenaufschaltung

Neben der Aufschaltung gibt es den HelpMeButton ohne Leitstellenaufschaltung. In dieser Variante wird keine Stadtritter-Leitstelle einbezogen; der Tastendruck informiert je nach Konfiguration eine hinterlegte Kontaktperson oder eine interne Stelle. Externe Notrufe müssen dann weiterhin separat abgesetzt werden.

Abgrenzung

  • Keine Alarmanlage: der Notfallknopf arbeitet unabhängig von einer bestehenden Einbruchmeldeanlage.
  • Kein Hausnotruf-Ersatz und kein Pflegeprodukt.
  • Kein Ersatz für medizinische Versorgung, persönliche Aufsicht oder die eigene Gefährdungsbeurteilung.
  • VdS- oder DIN-EN-50518-Bezüge betreffen die Notruf- und Serviceleitstelle bzw. die Aufschaltung, nicht den Notfallknopf als Gesamtanlage.

Wann ein Notfallknopf sinnvoll ist

Der Einsatz lohnt sich überall dort, wo Publikumsverkehr, Bargeld, Kassenarbeitsplätze, Empfangsbereiche oder Alleinarbeit zusammenkommen. Typische Auslöser sind ein Überfall an der Kasse, ein aggressiver Kunde am Empfang, eine Bedrohungslage im Kundenkontakt oder ein medizinischer Notfall im Lager. In solchen Momenten entscheidet nicht die Technik, sondern ob ein klarer Prozess existiert und ob dieser Prozess mit einer einzigen Handlung startet.

Gerade bei Alleinarbeit, in Nachtschichten, an Tankstellen und in Spätbetrieben besteht eine Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten. Ein Notfallknopf schafft dafür einen definierten Meldeweg, der unabhängig davon funktioniert, ob ein Mobiltelefon griffbereit ist.

Häufige Fragen

Ersetzt der Notfallknopf eine Alarmanlage?
Nein. Eine Einbruchmeldeanlage reagiert auf ein technisches Ereignis, der Notfallknopf wird bewusst betätigt und hat einen eigenen Leitstellenprozess. Beide Systeme arbeiten unabhängig voneinander.

Wird beim Auslösen ein Signal am Gerät hörbar?
Das Verhalten wird im Maßnahmenplan festgelegt. Ist ein stiller Alarm vereinbart, erfolgt die Auslösung ohne akustisches oder sichtbares Signal am Gerät.

Wie viele Buttons werden gebraucht?
Das hängt von den Arbeitsplätzen ab, im Einzelhandel typischerweise mindestens einer je Kasse, bei größeren Objekten zusätzlich an Empfang, Büro oder Lager. Ab dem dritten Button an derselben Adresse fallen keine weiteren Aufschaltkosten an.

Ist eine Montage durch einen Techniker nötig?
Nein. Das Gerät kommt fertig konfiguriert und wird mit einer Klebehalterung befestigt.

Was passiert, wenn die Polizei nicht sofort eintrifft?
Die Leitstelle alarmiert nach dem hinterlegten Plan. Eintreffzeiten externer Stellen liegen außerhalb des Einflussbereichs, eine Garantie dafür wird nicht übernommen.

Notfallknopf nach Einsatzbereich

Notfallknopf im privaten Umfeld

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